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Bericht im Altmühlboten vom 16.10.2009
Hruschka: Der Pausenhof muss Autofrei werden
| Mit dem Auto vor die Schultür |
WOLFRAMS-ESCHENBACH(msr) – Das Verhalten unvernünftiger beziehungsweise unbelehrbarer Eltern von Schülern der Volksschulebeschäftigte jetzt den Wolframs-Eschenbacher Stadtrat. Schulleiter Dr. Christian Hruschka, der in die Sitzung gekommen war, um sein Anliegen zu vertreten, hatte bei der Stadtverwaltung beantragt, bauliche Maßnahmen zur Absperrung des Pausenhofs zu ergreifen.
„Immer wieder fahren Eltern mit dem Pkw über den Pausenhof, um ihre Kinder direkt vor der Schultür abzuliefern beziehungsweise abzuholen“, lautet die Beschwerde. Selbst während des Pausenbetriebs werde gelegentlich keine Rücksicht genommen und dadurch eine massive Gefährdung der Kinder heraufbeschworen, führte der Schulleiter aus. „Pausenhöfe dürfen grundsätzlich nicht befahren werden, auch nicht außerhalb der Pausenzeiten“, so Hruschka.
Neben baulichen Maßnahmen, wie Hruschka sie gern umgesetzt sähe, gibt es aus Sicht der Verwaltung noch eine andere Möglichkeit, dem Problem zu begegnen: Bürgermeister Michael Dörr schlug vor, zunächst zu versuchen, mittels eines öffentlichen Aufrufs, sei es über Amtsblatt oder Rundschreiben, an die Vernunft der Eltern zu appellieren und im Bereich der Einfahrt zum Schulhof – der gleichzeitig Feuerwehrzufahrt ist – ein Durchfahrtsverbotsschild mit Zusatzhinweis aufzustellen. Zuwiderhandelnde wären ab sofort strikt mit Konsequenzen zu belegen, also anzuzeigen und/oder abzuschleppen.
Hruschka betonte, ihm sei eine bauliche Maßnahme eigentlich lieber, weil diese nicht ständig überwacht werden müsse. Die Stadtverwaltung hat sich bereits nach Kosten für bewegliche Absperrpfosten erkundigt, mit denen auch die Feuerwehr leben könnte, wie schon geklärt wurde. Hier wäre von Kosten in Höhe von etwa 1700 Euro auszugehen. Stadträtin Brigitta Heckel regte den Einsatz sogenannter Pylonen an. Weitere Ideen der Räte, eine Absperrung anzubringen, reichten von Absperrband über eine mechanische bis hin zu einer elektronisch gesteuerten Schranke, deren Anbringung hohe Kosten verursachen würde. Stadtrat Helmut Arndt plädierte nach einer längeren Diskussion schließlich dafür, zunächst die einfache Maßnahme mit Durchfahrtsverbot, öffentlichem Aufruf und konsequentem Durchgreifen bei Zuwiderhandeln anzustreben.






