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Aktuelles

Stammtische

Herzliche Einladung an alle an der Kommunalpolitik interessierten Bürger zum Stammtisch der FW W.-E. Wann? Jeden ersten Mittwoch im Monat. Wo?  Beim Antonio.

Nächster Stammtisch, Mittwoch, 6. Juni 2012 um 20 Uhr.

 

Vorschau:

Grillfest für alle Mitglieder am Samstag, 28. Juli  2012 im Garten von Gerhard Dörr. Gesonderte Einladung erfolgt noch.

 

Ferienprogramm 2012: Wir fahren heuer zum ersten Heimspiel des Club. Der genaue Termin wird noch bekannt ge- geben, sobald der Bundesligaterminkalender steht.

 

Bremserfest am Samstag, 22. September 2012 im Gewölbekeller des Rathauses.


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Übernachten in W.-Eschenbach

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Bericht im Altmühlboten vom 06.11.2009

An die Vertriebenen erinnern

 Stadtrat stimmt für Projekt der Landsmannschaft
 
  WOLFRAMS-ECHENBACH (msr) – Die „Vereinigte Landsmannschaft Wolframs-Eschenbach“ hat bean­tragt, im Bereich der Altstadt eine Gedenktafel anzubringen. Der Vorsit­zende der Sudetendeutschen Lands­mannschaft Wolframs-Eschenbach, Willi Ludwig, war in der jüngsten Sitzung des Stadtrats zu Gast, um das Anliegen zu erläutern. Am Ende stimmte der Stadtrat dem Projekt mehrheitlich zu.
 
Eine Gedenktafel, die helfen soll, das Schicksal der aus der Heimat ver­triebenen Sudetendeutschen, Schle­sier, Oberschlesier und Ostpreußen vor dem Vergessen zu bewahren, aber auch, die Aufnahme- und Hilfsbereit­schaft der Wolframs-Eschenbacher Bevölkerung zu würdigen, das stellt sich der Vorstand der Sudetendeut­schen Landsmannschaft vor. 1,50 Me­ter auf 1,75 Meter groß und aus Stein sollte sie sein und eventuell am Rat­haus angebracht werden. Zu den ge­schätzten Kosten von rund 10000 Euro wünscht sich der Verein auch ei­nen Zuschuss der Stadt in Höhe von 500 Euro.
  Im Gremium stieß der Antrag auf geteilte Meinung. Ein solches Epitaph mit den genannten Maßen empfanden etliche Mitglieder des Stadtrats als zu wuchtig und dominant. In eine andere Richtung gingen Stadtrat Helmut Arndts Bedenken. „Ihr hättet mehr davon und das Geld besser eingesetzt, wenn ihr etwas zu Papier bringen würdet“, so seine Einschätzung, da eine Steintafel eine geschichtliche Aufarbeitung, um die es wohl auch gehe, kaum leisten könne. In ein Buch hingegen könnten die Beschreibungen von Einzelschicksalen oder Interviews mit Betroffenen mit einfließen, wurde weiter angeregt.
  Ludwig berichtete, Heimatpfleger Oskar Geidner habe bereits entspre­chende Informationen gesammelt, doch von der Buch-Idee zeigte er sich trotzdem nicht sonderlich begeistert. Bücher verstaubten in den Regalen, während eine öffentlich angebrachte Tafel präsenter sei und öfter das Be­wusstsein der Vorbeigehenden er­reiche. Überdies sei für ein Buch um­fangreiche Arbeit nötig, die derzeit vom Verein nicht geleistet werden könne. „Wenn wir die Tafel nicht ma­chen, schläft die Sache ein“, ist der 74-Jährige überzeugt. „Ein Buch hät­ten wir vielleicht vor zehn Jahren schon machen sollen, jetzt ist es fast schon zu spät“, befürchtet er.
  Bürgermeister Michael Dörr be­zeichnete die Aufnahme von 793 Per­sonen in Stadt und Stadtteilen in den Nachkriegsjahren als „eines der we­sentlichsten Ereignisse der Stadtge­schichte“. Das verdiene Würdigung, insbesondere auch im Hinblick auf die Tatkraft und den Aufbauwillen, den die Vertriebenen in ihre neue Heimat investiert hätten. Allerdings plädierte auch er dafür, die benannte Größe noch einmal zu überdenken.
  Der Stadtrat fasste dennoch den Grundsatzbeschluss, eine solche Ge­denktafel an öffentlicher Stelle anzu­bringen, drei Räte legten ihr Veto ein. Als Standort kommt eventuell die der Hofseite gegenüberliegende Seite des Rathauses in Frage. Details sollen nun im Bauausschuss weiter beraten wer­den. Die Tafel soll flexibel angebracht werden, das heißt abnehmbar sein, damit sie später gegebenenfalls auch den Standort wechseln kann. Die Idee, eine solche Tafel anzufertigen und öf­fentlich anzubringen, hatte Altbür­germeister Anton Seitz in der Gene­ralversammlung der Sudetendeut­schen Landsmannschaft im März ins Gespräch gebracht.