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Aktuelles

Stammtische

Herzliche Einladung an alle an der Kommunalpolitik interessierten Bürger zum Stammtisch der FW W.-E. Wann? Jeden ersten Mittwoch im Monat. Wo?  Beim Antonio.

Nächster Stammtisch, Mittwoch, 6. Juni 2012 um 20 Uhr.

 

Vorschau:

Grillfest für alle Mitglieder am Samstag, 28. Juli  2012 im Garten von Gerhard Dörr. Gesonderte Einladung erfolgt noch.

 

Ferienprogramm 2012: Wir fahren heuer zum ersten Heimspiel des Club. Der genaue Termin wird noch bekannt ge- geben, sobald der Bundesligaterminkalender steht.

 

Bremserfest am Samstag, 22. September 2012 im Gewölbekeller des Rathauses.


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Übernachten in W.-Eschenbach

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Bericht im Altmühlboten vom 17.11.2009

Bei Grabarbeiten beim Kindergarten auf alte Mühle gestoßen

Interessante Relikte im Erdboden
 Heimatverein Wolframs-Eschenbach erforscht die Vergangenheit der Stadt


  WOLFRAMS-ESCHENBACH(msr) – Vorsitzender Oskar Geidner berich­tete in der diesjährigen Hauptver­sammlung des Wolframs-Eschenba­cher Heimatvereins von archäolo­gischen Grabungen und Funden im zu Ende gehenden Jahr. Ein Ausblick auf die Vereinsarbeit im kommenden Jahr machte deutlich, was es alles zu tun gibt und wie viel man sich vorgenom­men hat. Die Aktivitäten der „Stadt­pfeyferey“ hingegen sind 2009 voll­ends zum Erliegen gekommen.
 
Angefangen von archäologischen Grabungen und Dendrochronologie-Untersuchungen alter Dachstühle gibt es eine Menge zu berichten über die Aktivitäten des Wolframs-Eschen­bacher Heimatver­eins im zu Ende ge­henden Jahr. Das setzt sich fort über zahlreiche Veran­staltungen bis hin zu archivalischen Tätigkeiten und der Arbeit an einem wissenschaftlichen Buch. Gegraben wurde heuer auf dem An­wesen Deutschor­densstraße 6. Dort bewege man sich, so Geidner, im Au­genblick auf einer Tiefe im Bereich zwischen 2,40 und 2,80 Metern und dringe nun lang­sam in den „histo­rischen Humus“ vor. Inzwischen seien hier mehrere hundert Arbeits­stunden von Ver­einsmitgliedern er­bracht worden. Diese Grabung soll 2010 noch weiter­gehen.
  Die bisherigen Funde seien kürzlich bei einem gemeinsamen Scherbenwaschen gesichtet worden.
  Erdbauarbeiten an einer ganz ande­ren Stelle in der Stadt brachten eben­falls archäologisch sehr interessante Funde an die Oberfläche und bescher­ten dem rührigen Verein zusätzliche archäologische Arbeit: Im Bachbett des Eschenbachs zwischen Kinder­garten und Schießweiher, wo derzeit ein Ritterspielplatz angelegt wird, legte der Bagger Holz frei, das etwa auf das Jahr 1280 datiert werden konnte. Daneben kamen das Funda­ment eines Gebäudes und etliche Mühlsteine zum Vorschein; Geidner zeigte Fotos dieser Relikte. Seiner Einschätzung nach handelt es sich hierbei um Überreste der sogenannten Mittelmühle – die dritte, bislang feh­lende Mühle zwischen Stollmühle und Froschmühle, die dort bis Anfang des 14. Jahrhunderts bestanden habe. „Aber in die Zeit der Stadtgründung kommen wir leider auch mit diesen Funden nicht hinein“, bedauerte er.
  Geidner berichtete, aus den über 20 archäologischen Grabungen der letz­ten Jahre seien über 400 Scherben ge­zeichnet worden. Die Auswertungsar­beiten laufen schon lange; für 2010 ist nun eine wissenschaftliche Publikati­on vorgesehen.
  Ein weiteres wichtiges Projekt sind verschiedene Dendrochronologie-Bohrungen, um Informationen für ein „Dächerprogramm“ zu gewinnen: Viele alte Dachstühle in der Altstadt hätten gelitten, zum Beispiel durch Feuchtigkeit, und seien restaurie­rungsbedürftig. Die Stadt möchte eventuell Fördergelder für Ausbesse­rungen beantragen und benötigt dazu Fakten, die mit Hilfe der Dendrochro­nologie gewonnen werden können.
  Dabei handelt es sich um eine wissen­schaftliche Datierungsmethode für Holz. Auch diese Arbeiten werden 2010 weitergehen.
  Gewänder für die Stadtführer
  Weiter will der Verein im kommen­den Jahr mit einem neuen, umfang­reicheren Stadtführungsprogramm aufwarten. Es sollen verschiedene Themenführungen ausgearbeitet wer­den und es ist angedacht, spezielle historische Gewänder dafür anzu­schaffen. Detaillierte Informationen über diese neuen touristischen Ange­bote sollen zu gegebener Zeit folgen. Auch alle anderen Standardangebote des Vereins wird es im neuen Jahr wieder geben. Dazu zählt die Teilnah­me am „Internationalen Museumstag“ im Mai ebenso wie ein Angebot für Kinder im Rahmen des Ferienpro­gramms der Stadt, der „Tag des of­fenen Denkmals“ im September, das „Museumsgespräch“, literarische Ver­anstaltungen oder Sonderausstellun­gen im Wolfram-von-Eschenbach-Museum.
  Wenn dann noch Zeit und Elan üb­rig ist, wartet noch eine andere lang­wierige Arbeit auf die Mitglieder des 107-köpfigen Vereins: In den Räumen des Stadtarchivs soll mit der Zeit ein Museumsdepot entstehen. Dazu sind jede Menge Sortierarbeiten und In­ventarisierungen nötig, die nach und nach erfolgen müssen, um dieses Pro­jekt zu realisieren. 2010 möchte man ein Gutteil schaffen.
 
 Das Ende der „Stadtpfeyferey“

  Die Unterabteilung des Heimatver­eins hingegen, die sogenannte Stadt­pfeyferey, trat in letzter Zeit immer seltener auf und hat 2009 ihre Aktivi­täten ganz eingestellt. Es handelte sich dabei um eine Musizier- und Tanzgruppe für mittelalterliche Mu­sik, die vor gut zwei Jahrzehnten von Robert Lehner, der auch den Chor des Gesangvereins Frohsinn 1860 leitet, ins Leben gerufen worden war.
  Der Heimatverein hatte etwa 40 mittelalterliche Instrumente von Flö­te bis Drehleier nachbauen und eben­so viele historische Gewänder anferti­gen lassen. Doch mit der Zeit sind immer mehr junge Akteure aus der Stadt weggezogen oder konnten sich aus anderen Gründen immer weniger engagieren. 2009 hatte es nun keinen einzigen Auftritt mehr gegeben und das Ensemble existiert im Moment ei­gentlich nicht mehr. Oskar Geidner berichtete, der Heimatverein habe das Konto der Gruppe bereits übernom­men und die Instrumente und Gewän­der sicher verwahrt. Eine Reaktivie­rung sei daher jederzeit möglich, al­lerdings brauche es dafür eine Person, diedas konsequent in dieHand nimmt. So jemand sei im Moment nicht in Sicht, hieß es. Geidner betonte, die „Stadtpfeyferey“ sei etwa zwanzig Jahre lang „eine tolle Sache“ gewesen.