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Altmühlbote vom 04.11.2008
Vögel beschäftigten Wolframs- Eschenbacher Stadtrat
Von Störchen und Tauben
WOLFRAMS-ESCHENBACH (msr) – Gleich zweimal waren Vögel Thema in der jüngsten Sitzung des Wolframs-Eschenbacher Stadtrats. Die einen erwünscht und dazu geeignet, das historische Städtchen um eine weitere Attraktion reicher zu machen, zumindest im Sommerhalbjahr, die anderen, weil sie nach Meinung der Stadtverwaltung in zu großer Zahl vorhanden sind und langsam für Probleme sorgen.
So hatte der ortsansässige Fotograf Johannes Walch einen schriftlichen Antrag bei der Stadtverwaltung eingereicht, ob nicht, wie in anderen Gemeinden in der Nachbarschaft bereits üblich, der Storchenhorst ins Visier genommen und die Aufnahmen auf die Homepage der Stadt Wolframs-Eschenbach und auf das Computerterminal im Foyer des Rathauses gespielt werden könnten. Damit könne man die Tatsache, dass sich im vergangenen Jahr und heuer nach 35 Jahren erstmals wieder Weißstörche in der Wolframstadt niedergelassen und ihren Nachwuchs hier aufgezogen haben, noch stärker für die Attraktivität des Ortes nutzen. Die Kosten dafür sollen allerdings im Rahmen bleiben und 3000 Euro möglichst nicht übersteigen.
Dem grundsätzlichen Ansinnen stimmte der Stadtrat einstimmig zu, doch gab es aus der Reihe der Stadträte mehrere Wortmeldungen zum Thema. Zum Beispiel wurde vorgeschlagen, nicht nur die Störche ins Visier zu nehmen, sondern vielmehr einen Panoramablick von Wolframs-Eschenbach einzufangen und auf der Internetseite der Stadt zu präsentieren, das mache vor allem zu Zeiten, wo das Storchennest leer ist, mehr Sinn. Bürgermeister Michael Dörr schlug daher vor, das Thema und alle Ideen dazu im Kultur-und Tourismusausschuss detailliert zu besprechen und auch den Rat von Experten, was die Kamerainstallationen betrifft, einzuholen. So soll es nun gehandhabt werden. Andere Vögel, die immer da waren und sind und ab einer gewissen Anzahl weniger attraktiv wirken, sind die Tauben. Ein recht großer Schwarm hat sich im Bereich des Unteren Tores fest angesiedelt, unter anderem weil am Schießweiher häufig die Enten gefüttert werden und für die Tauben dabei einiges abfällt. Die Tauben sitzen häufig auf dem Torturm und Mitarbeiter des Bauhofs müssen mittlerweile bis zu dreimal pro Woche die Hinterlassenschaften der Tiere vom Kopfsteinpflaster im Durchgang entfernen. Die Turmfalken als natürliche Feinde der Tauben hätten das Weite gesucht, weil ihre Nistgelegenheit auf dem Kirchturm vor einiger Zeit verbaut worden sei. So habe die Zahl der Tauben stetig zugenommen.
Die Stadtverwaltung will sich nun des Problems annehmen. Eine Fachfirma für Taubenabwehr aus Lauf soll Edelstahlspikes auf den Mauervorsprüngen des Unteren Tores anbringen, damit sich die Tauben dort nicht mehr niederlassen können. Außerdem sollen witterungsbeständige Netze den Sandstein vor dem aggressiven Taubenkot schützen. Der Preis für dieses Gesamtkonzept beläuft sich auf 5500 Euro; der Stadtrat stimmte der Maßnahme einstimmig zu.
Bürgermeister Dörr sagte, er sei sich bewusst, dass diese Maßnahme lediglich eine Verlagerung des Problems bewirken könne. Über den Bund Naturschutz versuche man deshalb im Moment außerdem, in nächster Zeit wieder ein Turmfalkenpaar für Wolframs-Eschenbach zu bekommen und hier anzusiedeln. Außerdem bestehe die Idee, einen „städtischen Taubenschlag“ einzurichten, der von einem Taubenkenner betreut werden könnte. Dann könnten regelmäßig die Eier ausgetauscht werden, sodass es möglichst wenig neuen Taubennachwuchs geben würde.
Für Sporthalle gespendet
WOLFRAMS-ESCHENBACH – Die Freiwillige Feuerwehr Reutern hat aus dem Erlös ihres Sommerfests beachtliche Beträge für öffentliche und sozialeEinrichtungen bereitgestellt. Bedacht wurde dabei auch die Spielvereinigung DJK. Die Vorstandschaft der Wehr will damit den Sportverein bei der Errichtung einer neuen Sporthalle unterstützen. Vorstand Franz Heumann und Kommandant Karl Meier von der Reuterner Feuerwehr übergaben einen Spendenscheck mit einem Betrag von 300 Euro an den Sportvereinsvorsitzenden Konrad Seitz.





