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Altmühlbote vom 22.11.2008
Abgabe war Dörr viel zu hoch
Statt zwei Euro jetzt nur 1,30 pro Einwohner für Entwicklungsgesellschaft
WOLFRAMS-ESCHENBACH(msr) – Die Entwicklungsgesellschaft Hesselberg ist den Eschenbacher lieb – aber sie soll nicht zu teuer sein. Der neue Stadtrat blockte die vom alten Gremium hingenommene Anhebung der Beiträge ab. Jetzt gibt es anstelle der zwei Euro pro Einwohner nur mehr 1,30 Euro.
Über die Kommunale Allianz Altmühl- Mönchswald-Region ist die Stadt Wolframs-Eschenbach wie auch die übrigen Allianzpartner (Merkendorf, Mitteleschenbach, Ornbau und Weidenbach) Mitglied in der „Entwicklungsgesellschaft Region Hesselberg“. Diplomingenieurin Ute Vieting, Geschäftsführerin dieser Gesellschaft, stellte den Stadträten in dieser Sitzung die „Allianz Bayern Innovativ“, eine Initiative der Bayerischen Staatsregierung, vor.
Verdoppelung war zuviel
Anschließend stimmte der Stadtrat einer Anhebung der Beiträge an die Entwicklungsgesellschaft zu. Hier war ursprünglich eine Erhöhung um 100 Prozent von einem Euro je Einwohner auf zwei Euro je Einwohner geplant gewesen, wie in der 25. Gesellschafterversammlung vom 14. Dezember 2007 in Wolframs-Eschenbach beschlossen. Doch Michael Dörr und noch andere der neu gewählten Bürgermeister in der Region fanden sich mit einer Verdoppelung der Beiträge nicht ab. Kompromiss ist nun ein Beitrag von künftig 1,30 Euro je Einwohner, der die Inflation abfedert. Dem stimmte der Stadtrat zu. Um eine bestehende Kostendeckungslücke zu füllen, wird zudem eine Einmalzahlung in Höhe von 0,55 Euro je Einwohner entrichtet.
Außerdem gaben die Stadtväter ihr Okay für das Wolframs-Eschenbacher „Leaderprojekt“, das sogenannte „Erlebniskonzept Stadtmauerring“. Hier sollen verschiedene Einzelprojekte verwirklicht werden, das erste davon wird der Altstadtspielplatz sein.
Regionalmanagement optimieren
Die sogenannte „Allianz Bayern Innovativ“ ist eine Initiative der Bayerischen Staatsregierung, der die Region Hesselberg angehört. Hier geht es darum, durch Ausbau und Optimierung des Regionalmanagements eine Vernetzung innerhalb der „Region Hesselberg“ aufzubauen und vorhandene Potenziale in der Region zu identifizieren und besser zu nutzen. Weiter wird darauf abgezielt, innerhalb einer Branche oder eines Technologiefeldes die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und dazu die Vernetzung landesweit voranzutreiben. Dabei ist die Grundidee des Regionalmanagements, die Entwicklung der Region „projektund umsetzungsorientiert“ zu gestalten, wie es hieß. Das Regionalmanagement soll die Region unterstützen, Strukturwandelprobleme zu bewältigen, Arbeitsplätze zu sichern und Verkehrsanbindungen sowie wirtschaftliche Standortbedingungen zu verbessern. Hierbei spiele die Information über Bundes-, Landes- und EU-Förderprogramme ebenso eine Rolle wie die Beratung von Gemeinden und Unternehmen, die Erarbeitung von Marketingmaßnahmen oder Initiativen gegen Abwanderung von Bevölkerung und Betrieben, so Vieting.





