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November 2008
Hilfe bei der Berufsfindung
Altmühlbote vom 25.11.2008
Projekt im Schulverband
WOLFRAMS-ESCHENBACH(msr) – Der Stadtrat beschloss in seiner letzten Sitzung die Widmung der insgesamt 415 Meter langen Erschließungsstraße im Baugebiet „Reuterner Straße“ nach dem Straßen- und Wegegesetz. Damit umfasst das Ortsstraßennetz mit Gemeindeverbindungsstraßen in der Minnesängerstadt nun insgesamt 38,74 Kilometer.
Beschlossen wurden auch die Haushaltssatzung und der Doppelhaushaltsentwurf für die Jahre 2008 und 2009 für die Wohltätigkeitsstiftung. Der Stadtrat verabschiedete beides einstimmig.
In seinen Bekanntgaben informierte Bürgermeister Michael Dörr, dass ab der zweiten Jahreshälfte des laufenden Schuljahrs ein sogenannter Berufsfindungsbegleiter eingestellt werden soll. Anstellungsträger wird der Schulverband Wolframs-Eschenbach gemeinsam mit der Stadt Windsbach sein. Das heißt, die anzustellende Person soll die Schulabgängerjahrgänge beider Schulen beim Themenkomplex Berufswahl/Bewerbung/ Vorstellungsgespräch unterstützen. Dieses Projekt soll zunächst befristet laufen. Kosten für die beiden Stadtverwaltungen fallen dabei kaum oder zu höchstens 5 Prozent an, da die Personalkosten von der ARGE Ansbach und der Regierung von Mittelfranken getragen werden.
Bei jüngsten Geschwindigkeitsmessungen in Wolframs-Eschenbacher Ortsteilen wurden kürzlich sehr unterschiedliche Ergebnisse festgestellt, berichtete der Bürgermeister weiter. Während in Biederbach in einer Nebenstraße kaum Geschwindigkeitsüberschreitungen zu verzeichnen waren, wurde auf der Kreisstraße durch Wöltendorf teils viel zu schnell gefahren, mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 107 Stundenkilometern. Die Polizeiinspektion Heilsbronn soll um verstärkte Kontrollen in diesem Bereich ersucht werden.
Abgabe war Dörr viel zu hoch
ALtmühlbote vom 22.11.2008:
Statt zwei Euro jetzt nur 1,30 pro Einwohner für Entwicklungsgesellschaft
WOLFRAMS-ESCHENBACH(msr) – Die Entwicklungsgesellschaft Hesselberg ist den Eschenbacher lieb – aber sie soll nicht zu teuer sein. Der neue Stadtrat blockte die vom alten Gremium hingenommene Anhebung der Beiträge ab. Jetzt gibt es anstelle der zwei Euro pro Einwohner nur mehr 1,30 Euro.
Über die Kommunale Allianz Altmühl- Mönchswald-Region ist die Stadt Wolframs-Eschenbach wie auch die übrigen Allianzpartner (Merkendorf, Mitteleschenbach, Ornbau und Weidenbach) Mitglied in der „Entwicklungsgesellschaft Region Hesselberg“. Diplomingenieurin Ute Vieting, Geschäftsführerin dieser Gesellschaft, stellte den Stadträten in dieser Sitzung die „Allianz Bayern Innovativ“, eine Initiative der Bayerischen Staatsregierung, vor.
Verdoppelung war zuviel
Anschließend stimmte der Stadtrat einer Anhebung der Beiträge an die Entwicklungsgesellschaft zu. Hier war ursprünglich eine Erhöhung um 100 Prozent von einem Euro je Einwohner auf zwei Euro je Einwohner geplant gewesen, wie in der 25. Gesellschafterversammlung vom 14. Dezember 2007 in Wolframs-Eschenbach beschlossen. Doch Michael Dörr und noch andere der neu gewählten Bürgermeister in der Region fanden sich mit einer Verdoppelung der Beiträge nicht ab. Kompromiss ist nun ein Beitrag von künftig 1,30 Euro je Einwohner, der die Inflation abfedert. Dem stimmte der Stadtrat zu. Um eine bestehende Kostendeckungslücke zu füllen, wird zudem eine Einmalzahlung in Höhe von 0,55 Euro je Einwohner entrichtet.
Außerdem gaben die Stadtväter ihr Okay für das Wolframs-Eschenbacher „Leaderprojekt“, das sogenannte „Erlebniskonzept Stadtmauerring“. Hier sollen verschiedene Einzelprojekte verwirklicht werden, das erste davon wird der Altstadtspielplatz sein.
Regionalmanagement optimieren
Die sogenannte „Allianz Bayern Innovativ“ ist eine Initiative der Bayerischen Staatsregierung, der die Region Hesselberg angehört. Hier geht es darum, durch Ausbau und Optimierung des Regionalmanagements eine Vernetzung innerhalb der „Region Hesselberg“ aufzubauen und vorhandene Potenziale in der Region zu identifizieren und besser zu nutzen. Weiter wird darauf abgezielt, innerhalb einer Branche oder eines Technologiefeldes die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und dazu die Vernetzung landesweit voranzutreiben. Dabei ist die Grundidee des Regionalmanagements, die Entwicklung der Region „projektund umsetzungsorientiert“ zu gestalten, wie es hieß. Das Regionalmanagement soll die Region unterstützen, Strukturwandelprobleme zu bewältigen, Arbeitsplätze zu sichern und Verkehrsanbindungen sowie wirtschaftliche Standortbedingungen zu verbessern. Hierbei spiele die Information über Bundes-, Landes- und EU-Förderprogramme ebenso eine Rolle wie die Beratung von Gemeinden und Unternehmen, die Erarbeitung von Marketingmaßnahmen oder Initiativen gegen Abwanderung von Bevölkerung und Betrieben, so Vieting.
Geld für Sanierung
ALtmühlbote vom 22.11.2008
Wolframs-Eschenbach hat Bedarf gemeldet
WOLFRAMS-ESCHENBACH(msr) – Der Stadtrat befasste sich kürzlich mit dem Städtebauförderungsprogramm 2009. Bürgermeister Michael Dörr erläuterte die vorgelegte Aufstellung. Darin sind für 2009 die Restabwicklungen der Garagenscheune in der Altstadt (12000 Euro) und des Gewölbekellers im Rathaus (50 000 Euro) enthalten. Als insgesamt kostenintensivste neue Maßnahme ist die Neugestaltung von Hauptstraße und Wolfram-von-Eschenbach-Platz vorgesehen. Dafür sollen für 2009 300000 Euro beantragt werden.
Für den beschlossenen Kinderspielplatz für die Altstadt werden ebenso Gelder beantragt wie für die Einrichtung öffentlicher Toiletten am Festplatz. Auch das Projekt „Weitere Verwendung des Anwesens Deutschordensstraße 6“ findet sich auf der Liste und es sollen Gelder beantragt werden für den Grunderwerb, für eine Machbarkeitsstudie der Planungen sowie für Abriss und Neubau. Für den Neubau sollen im Jahr 2010 weitere Mittel beantragt werden. Die Neugestaltung des Bereiches Färbergasse mit Seitenstraßen (Obere Gasse und Kolpinggasse) wurde vorsorglich ebenfalls bereits für das Jahr 2009 mit auf die Liste gesetzt.
Nach einer ausführlichen Kamerabefahrung der Kanäle in der nördlichen Altstadt hat sich kürzlich herausgestellt, dass diese sich in weit schlechterem Zustand befinden als angenommen. Deshalb ist laut Ingenieur Sven Zwerner die geplante, kostengünstige „Inlinersanierung“ (wir berichteten) nicht mehr ratsam, besser sollten die Kanäle komplett ausgewechselt werden. Zwerner regte an, man solle deshalb vielleicht überlegen, auf die ursprüngliche Planung eines Ausbaus ohne Trennsystem zurückzugreifen, was aber die Installation eines sogenannten Überlaufbauwerks erfordern würde, damit auch viel Regenwasser bei starken Regengüssen schnell abgeleitet werden kann. Aufgrund dieser nun völlig neuen Voraussetzungen für die Kanalsanierung vertagte der Stadtrat die Beschlussfassung.
Für die Freiwillige Feuerwehr Wolframs- Eschenbach muss ein neuer sogenannter Hilfeleistungssatz (Schneidgerät, Spreizer und Motorpumpe mit Zubehör) angeschafft werden, da das vorhandene Gerät die technischen Anforderungen nicht mehr erfüllt und defekt ist. Hier soll der Anbieter mit dem günstigsten Preis – dieser beläuft sich auf 13 700 Euro –den Zuschlag erhalten.
Ein Aushängeschild für die „Traube“
Altmühlbote vom 06.11.2008:
Schmiedewerk von Siegfried Wagner für das historische Wolframs-Eschenbacher Wirtshaus
WOLFRAMSESCHENBACH (msr) – In der Minnesängerstadt hat der Heimatverein die Initiative ergriffen und sich dafür stark gemacht, dass das Gasthaus „Zur Traube“ in der oberen Hauptstraße – eine der ältesten Gastwirtschaften am Ort – einen neuen Wirtshausausleger bekommt. Der historische Vorgänger war vor einiger Zeit einem Sturm zum Opfer gefallen. Den neuen Ausleger, eine Rekonstruktion nach dem Muster des alten, hat der ortsansässige Kunstschmied Siegfried Wagner angefertigt. Nun fand die offizielle Übergabe des fertigen Kunstwerks an die Wirtsfamilie statt.
Durch die Anbringung des neuen Wirtshausauslegers wird das historische Ensemble der oberen Hauptstraße wieder komplettiert und „die Altstadt hat einen neuen Hingucker“, wie Bürgermeister Michael Dörr meinte. Oskar Geidner als Vorsitzender des Heimatvereins, der Rathauschef, sein Stellvertreter Erwin Seitz, Max Wechsler von der Sparkassenfiliale und die Eigentümerfamilie trafen sich am Freitag mit Kunstschmied Wagner und Gehilfen, um das Kunstwerk offiziell an der „Traube“ in Empfang und in Augenschein zu nehmen. Alle Anwesenden waren angetan und voll des Lobes für das Kunstwerk.Wagner hat den ursprünglichen Ausleger ausschließlich aus Metall rekonstruiert, auch die Weintraubenrispe, die eingehängt wird und für sich allein 49 (!) Kilo wiegt. Wagner habe das Werk in vielen Arbeitsstunden zum Selbstkostenpreis hergestellt, hieß es. Allein um die Traubenrispe herzustellen, waren 19 Arbeitsstunden nötig. Oskar Geidner betonte, ohne Beteiligung der Stadt WolframsEschenbach, der Vereinigten Sparkassen Gunzenhausen und der Eigentümerfamilie Winkler/Reichel wäre es dem Heimatverein nicht möglich gewesen, das Projekt finanziell umzusetzen.
Das Gasthaus „Zur Traube“ gilt als eines der ältesten in WolframsEschenbach. Das Haus selbst stammt in seiner Grundstruktur noch aus dem Jahr 1411/12 und gehört damit auch zum ältesten Baubestand der Stadt. Die Nutzung als Gasthaus – zeitweise sogar mit eigener Brauerei – lässt sich aber erst ab 1497 belegen. Der heutige Bauzustand geht auf einen umfangreichen Umbau im Jahr 1739 zurück. Seit rund 300 Jahren ist die Familie Stellwag auf dem Anwesen ansässig. Der letzte „Traubenwirt“, Otto Stellwag, ist erst kürzlich verstorben.
In den kommenden Tagen wird das Metallkonstrukt in gut vier Metern Höhe am rund 600 Jahre alten Außenbalken des Gebäudes montiert und wird hoffentlich viele Jahre beziehungsweise Jahrzehnte das Gebäude und im Ensemble mit den anderen die gesamte obere Altstadt zieren.
Vögel beschäftigten Wolframs- Eschenbacher Stadtrat
Altmühlbote vom 04.11.200ß:
Von Störchen und Tauben
WOLFRAMS-ESCHENBACH (msr) – Gleich zweimal waren Vögel Thema in der jüngsten Sitzung des Wolframs-Eschenbacher Stadtrats. Die einen erwünscht und dazu geeignet, das historische Städtchen um eine weitere Attraktion reicher zu machen, zumindest im Sommerhalbjahr, die anderen, weil sie nach Meinung der Stadtverwaltung in zu großer Zahl vorhanden sind und langsam für Probleme sorgen.
So hatte der ortsansässige Fotograf Johannes Walch einen schriftlichen Antrag bei der Stadtverwaltung eingereicht, ob nicht, wie in anderen Gemeinden in der Nachbarschaft bereits üblich, der Storchenhorst ins Visier genommen und die Aufnahmen auf die Homepage der Stadt Wolframs-Eschenbach und auf das Computerterminal im Foyer des Rathauses gespielt werden könnten. Damit könne man die Tatsache, dass sich im vergangenen Jahr und heuer nach 35 Jahren erstmals wieder Weißstörche in der Wolframstadt niedergelassen und ihren Nachwuchs hier aufgezogen haben, noch stärker für die Attraktivität des Ortes nutzen. Die Kosten dafür sollen allerdings im Rahmen bleiben und 3000 Euro möglichst nicht übersteigen.
Dem grundsätzlichen Ansinnen stimmte der Stadtrat einstimmig zu, doch gab es aus der Reihe der Stadträte mehrere Wortmeldungen zum Thema. Zum Beispiel wurde vorgeschlagen, nicht nur die Störche ins Visier zu nehmen, sondern vielmehr einen Panoramablick von Wolframs-Eschenbach einzufangen und auf der Internetseite der Stadt zu präsentieren, das mache vor allem zu Zeiten, wo das Storchennest leer ist, mehr Sinn. Bürgermeister Michael Dörr schlug daher vor, das Thema und alle Ideen dazu im Kultur-und Tourismusausschuss detailliert zu besprechen und auch den Rat von Experten, was die Kamerainstallationen betrifft, einzuholen. So soll es nun gehandhabt werden. Andere Vögel, die immer da waren und sind und ab einer gewissen Anzahl weniger attraktiv wirken, sind die Tauben. Ein recht großer Schwarm hat sich im Bereich des Unteren Tores fest angesiedelt, unter anderem weil am Schießweiher häufig die Enten gefüttert werden und für die Tauben dabei einiges abfällt. Die Tauben sitzen häufig auf dem Torturm und Mitarbeiter des Bauhofs müssen mittlerweile bis zu dreimal pro Woche die Hinterlassenschaften der Tiere vom Kopfsteinpflaster im Durchgang entfernen. Die Turmfalken als natürliche Feinde der Tauben hätten das Weite gesucht, weil ihre Nistgelegenheit auf dem Kirchturm vor einiger Zeit verbaut worden sei. So habe die Zahl der Tauben stetig zugenommen.
Die Stadtverwaltung will sich nun des Problems annehmen. Eine Fachfirma für Taubenabwehr aus Lauf soll Edelstahlspikes auf den Mauervorsprüngen des Unteren Tores anbringen, damit sich die Tauben dort nicht mehr niederlassen können. Außerdem sollen witterungsbeständige Netze den Sandstein vor dem aggressiven Taubenkot schützen. Der Preis für dieses Gesamtkonzept beläuft sich auf 5500 Euro; der Stadtrat stimmte der Maßnahme einstimmig zu.
Bürgermeister Dörr sagte, er sei sich bewusst, dass diese Maßnahme lediglich eine Verlagerung des Problems bewirken könne. Über den Bund Naturschutz versuche man deshalb im Moment außerdem, in nächster Zeit wieder ein Turmfalkenpaar für Wolframs-Eschenbach zu bekommen und hier anzusiedeln. Außerdem bestehe die Idee, einen „städtischen Taubenschlag“ einzurichten, der von einem Taubenkenner betreut werden könnte. Dann könnten regelmäßig die Eier ausgetauscht werden, sodass es möglichst wenig neuen Taubennachwuchs geben würde.
Für Sporthalle gespendet
WOLFRAMS-ESCHENBACH – Die Freiwillige Feuerwehr Reutern hat aus dem Erlös ihres Sommerfests beachtliche Beträge für öffentliche und sozialeEinrichtungen bereitgestellt. Bedacht wurde dabei auch die Spielvereinigung DJK. Die Vorstandschaft der Wehr will damit den Sportverein bei der Errichtung einer neuen Sporthalle unterstützen. Vorstand Franz Heumann und Kommandant Karl Meier von der Reuterner Feuerwehr übergaben einen Spendenscheck mit einem Betrag von 300 Euro an den Sportvereinsvorsitzenden Konrad Seitz.
Schilder kommen
Altmühlbote vom 03.10.2008:
Hinweis auf Erholungsort –Stromvereinbarung
WOLFRAMS-ESCHENBACH(msr) – In absehbarer Zeit sollen an Wolframs- Eschenbachs sieben Ortseingängen Hinweisschilder auf den Status des Ortes als „Staatlich anerkannter Erholungsort“ angebracht werden. Das hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Des Weiteren gab das Gremium sein Einverständnis für den Beitritt der Wolframstadt zur Stromvereinbarung „Öko Plus“ .
Bürgermeister Michael Dörr stellte den Stadträten die Entwürfe des Gunzenhäuser Grafikbüros Selz vor, die für die Erholungsort-Hinweisschilder erarbeitet worden sind. Darauf wird die Silhouette der Stadt mit dem herausragenden Kirchturm in mildem, abgestuften Lindgrün als Hintergrund verwendet und das Konterfei der Wolfram-von-Eschenbach-Statue vom Wolfram-von-Eschenbach-Platz davor gesetzt. Die Schilder sollen beidseitig bedruckt sein und einen Willkommens- und Abschiedsgruß enthalten, und auch das Stadtlogo ist in das Layout integriert. Am unteren Rand soll eine freie Fläche bleiben, um hier Veranstaltungshinweise anbringen zu können. Die Schilder sollen nicht größer als rund 140 auf 70 Zentimeter werden. Um Witterungsbeständigkeit für mindestens 20 Jahre zu garantieren, soll Edelstahl oder verzinktes Stahlrohr für die Rahmen verwendet werden. Gestaltung, Material und Herstellung belaufen sich alles in allem auf rund 5760 Euro, was einen Durchschnittspreis pro Schild von rund 820 Euro bedeutet. Der Stadtrat stimmte zu, die Aufträge an die verschiedenen Firmen zu erteilen.
Da die bisherige Sondervereinbarung für die Stromlieferung mit der N-Ergie zum Jahresende ausläuft, musste sich der Stadtrat mit einer Neuregelung ab 2009 auseinandersetzen. Es wurde beschlossen, für die Jahre 2009 bis einschließlich 2011 der Rahmenvereinbarung zur Lieferung von „Strom Kommune Öko Plus“ beizutreten. Dabei ist der Preis pro Kilowattstunde zwar niedriger (nur 7,60 Cent anstatt 8,74 wie bisher), aber die neu hinzukommenden Kosten für die Netznutzung – diese wird künftig über den „Netznutzungsvertrag Strom“ geregelt, der mit der N-Ergie Netz Gmb H abzuschließen ist – sorgt dafür, dass unterm Strich fast die gleichen Kosten wie bisher zu Buche schlagen werden.
Die Einrechnung der Netznutzungskosten ergibt eine effektive Strompreiserhöhung von rund 22 Prozent, doch sei die Bezugsmenge der Stadt Wolframs-Eschenbach mit zirka 245000 Kilowattstunden inklusive Straßenbeleuchtung zu gering, als dass eine Ausschreibung erfolgen könnte. Auch bei anderen Anbietern könne derzeit kein günstigerer Strompreis erzielt werden, wie Preisvergleiche der Verwaltung ergeben hätten, so das Stadtoberhaupt. Der Stadtrat stimmte dem Beitritt zur Rahmenvereinbarung für die Lieferung von „Strom Kommune Öko Plus“ und dem Abschluss des „Netznutzungsvertrags Strom“ mit der N-Ergie folglich zu.
Ein Anwohner aus dem Siedlungsgebiet Mühlbuck hatte bei der Stadtverwaltung beantragt, verschiedene verkehrsberuhigte Bereiche in der Siedlung eine Zeit lang mit sogenannten „Starenkästen“ überwachen zu lassen, da regelmäßig zu schnell gefahren werde und bereits einige Haustiere des Anwohners im Straßenverkehr vor der Haustür zu Tode gekommen seien. Außerdem regte der Bürger an, verschiedene Flurbereinigungswege, insbesondere die Strecke Reutern– Sallmannshof, für den öffentlichen Verkehr mit Ausnahme von land- und forstwirtschaftlichem Fahrzeugen zu sperren. Der Stadtrat beschloss, den Anträgen aus grundsätzlichen Erwägungen nicht stattzugeben, da es auch in anderen Bereichen der Stadt Probleme mit überhöhter Geschwindigkeit des Durchgangsverkehrs gebe und kein Präzedenzfall geschaffen werden solle. Bei dem Verbindungsweg zwischen Reutern und Sallmannshof handle es sich zudem um eine öffentliche Gemeindeverbindungsstraße, hieß es. Allerdings soll im Amts- und Mitteilungsblatt der Stadt dazu aufgerufen werden, Geschwindigkeitsbeschränkungen insbesondere in Siedlungsgebieten künftig besser einzuhalten.
Der Haushaltsplan 2008, der vom Stadtrat wegen der Wahlen im Frühjahr heuer erst im September beschlossen worden war, ist inzwischen vom Landratsamt Ansbach begutachtet worden. Es wurde festgestellt, dass keine genehmigungspflichtigen Bestandteile gegeben sind. In der Stellungnahme der staatlichen Rechnungsprüfungsstelle hieß es, künftig werde eine frühere Vorlage der Haushaltssatzung erwartet. Da sich diese Angelegenheit aber nur wegen der besonderen Umstände in diesem Jahr verschoben habe, sei das kein Problem.
Dr Hruschka will eine „Schulfamilie"
Altmühlbote vom 31.10.2008:
Rektor Christian Hruschka präsentierte dem Stadtrat seine grundsätzlichen Vorstellungen
WOLFRAMS-ESCHENBACH(msr) – Bürgermeister Michael Dörr begrüßte in der jüngsten Stadtratssitzung den neuen Rektor der Wolframs- Eschenbacher Volksschule, Dr. Christian Hruschka. Der 41-Jährige nutzte die Gelegenheit, sich den Stadträten vorzustellen und seine Ziele und Visionen für die Schule darzulegen.
„Die Volksschule WolframsEschenbach ist jetzt schon gut, doch sie kann noch viel besser werden“, so die Meinung des neuen Schulleiters. Er wolle das Profil der Schule noch klarer herausarbeiten und ihre Anziehungskraft steigern, kündigte der Pädagoge an. Eine Schule sei ein hoher Standortfaktor. Dies könne man dazu nutzen, eine „Schulfamilie“ daraus zu formen. Dazu möchte Hruschka die Lehranstalt noch stärker in das Kommunikationsnetz am Ort einbinden, auch mit dem ortsansässigen Gewerbe und anderen öffentlichen Stellen Kontakte knüpfen.
Der Amtsantritt an der Volksschule Wolframs-Eschenbach sei für ihn eine Art Heimkommen gewesen, berichtete Hruschka. Die Wolframstadt sei immer eine feste Größe in seinem Leben gewesen, hier habe er den Kindergarten besucht und später sowohl Hochzeit als auch Kindstaufen gefeiert. Vor seinem Wechsel an die Wolframs-Eschenbacher Volksschule war Hruschka Konrektor an der Albrecht-von-Eyb-Volksschule Burgoberbach.
Bei Bürgermeister Dörr hinterließ Hruschka einen sehr engagierten Eindruck. Nach dem Weggang von Rektor Gerald Wißgott musste dessen Nachfolger sein Amt aus Krankheitsgründen unmittelbar nach Schuljahresbeginn gleich wieder niederlegen. Dörr hofft, nun mit Hruschka wieder einen langjährigen Schulleiter gewonnen zu haben. Seine offizielle Amtseinführung ist für Ende November geplant.





