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Bericht im Altmühlboten vom 18.05.2009
Zu viele Biber am Tempelweiher?
Sechs Paare sind zu viel
Wolframs-Eschenbacher Stadtrat berät über Biberproblem
WOLFRAMS-ESCHENBACH(msr) – Weil es die Stadt viel Geld kostet und in der Landwirtschaft eine Menge Schaden anrichtet, hat sich die Stadtverwaltung erneut mit dem Biberproblem in der Umgebung von Biederbach befasst. Nun hat der Stadtrat die von der Verwaltung vorgeschlagenen Maßnahmen beschlossen. Die Kommune investiert hier 3300 Euro.
Derzeit leben im Umkreis von etwa einem Kilometer um Biederbach etwa sechs Biberpaare, war in der Sitzung zu vernehmen. Diese sorgen zum einen entlang des Moosgrabens, insbesondere aber im Bereich des Tempelweihers, für erhebliche Schäden. Am Moosgraben westlich von Biederbach seien momentan intensive Uferunterminierungen vorhanden, erläuterte Bürgermeister Michael Dörr. Am Tempelweiher würden die Biber rege Dämme und Burgen bauen, sodass der Graben ständig aufgestaut sei. Dadurch funktioniere die Drainage für die landwirtschaftlichen Grundstücke nicht mehr, wurde das zweite Problem beschrieben.
Im März hat nun ein Ortstermin stattgefunden, bei dem sowohl ein Vertreter des Bundes Naturschutz als auch des Landschaftspflegeverbands anwesend waren. Der Fachmann vom Landschaftspflegeverband hat vorgeschlagen, das zerklüftete Ufer des Moosgrabens wieder herzustellen und dann mit einem Drahtgeflecht zu sichern. Am Tempelweiher sollte man parallel zum Graben eine etwa 420 Meter lange, geschlossene Sammelleitung inklusive zweier Kontrollschächte verlegen, da der Graben sicherlich nicht dauerhaft von Biberbauten freigehalten werden könne, meinten die Experten.
Die Gesamtkosten für diese beiden vorgeschlagenen Maßnahmen belaufen sich auf rund 6600 Euro, wovon der Landschaftspflegeverband allerdings 50 Prozent übernimmt. Der Stadtrat sprach sich in der jüngsten Sitzung nun einstimmig dafür aus, die Biberschäden in der beschriebenen Weise zu beheben beziehungsweise zu umgehen. Mittelfristig müssten die Biber vielleicht doch zur Bejagung freigegeben werden, meint Michael Dörr, da sie keine natürlichen Feinde hätten und sich so ungehindert vermehren könnten.





