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Bericht im Altmühlboten vom 19.05.2009
Umgestaltung zu einem Künstlerhaus?
Kommt Künstlerhaus?
Stadtrat berät Zukunft eines Anwesens an der Stadtmauer
WOLFRAMS-ESCHENBACH(msr) – Was genau soll werden aus dem direkt an die Stadtmauer angrenzenden Anwesen in der Deutschordensstraße Nummer 6? Der Stadtrat will in einer Extra-Sitzung sondieren, ob nun eine Radlerherberge, ein Jugendgästehaus, eine Jugendbildungsstätte, ein Künstlerhaus mit Lehrwerkstätte oder noch etwas ganz anderes das erfolgversprechendste Konzept dafür wäre.
Die Vergabe der weiteren Vorplanungen wurde in der jüngsten Sitzung jedenfalls vertagt, bis konkret feststeht, was dort eigentlich genau eingerichtet werden soll. Zu viel Zeit will man sich allerdings nicht lassen, denn „wir müssen heuer noch in die Gänge kommen“, so Bürgermeister Michael Dörr.
Nach der Machbarkeitsstudie von Professor Johannes Geisenhof für das Anwesen, die dem Stadtrat in einer Sitzung im März vorgestellt worden war (wir berichteten), sollte es nun um die Vergabe weiterer Vorplanungen gehen, denn die Besprechung mit der Städtebauförderungsstelle hat in der Zwischenzeit stattgefunden. Dabei wurde signalisiert, dass eine Förderung der Maßnahme grundsätzlich möglich sei. Förderbar seien die „nichtrentierlichen Baukosten“ der jeweiligen Nutzungsvariante, wobei bei einer Sanierung des Wohngebäudes eine deutlich höhere Förderung möglich sei als bei einem Neubau.
Bevor die Planungen allerdings weitergeführt beziehungsweise konkretisiert werden, will sich der Stadtrat nun erst einmal zusammensetzen und die Für und Wider der bisherigen Nutzungsideen erörtern. Erst, wenn feststeht, was aus dem Haus werden beziehungsweise auf dem Grundstück entstehen soll, wird das Prozedere der Vorplanungen weitergeführt, beschloss das Gremium einstimmig. Einig ist man sich jedoch auch darüber, dass mit der Umsetzung noch 2009 begonnen werden soll.
Noch ein weiteres Altstadt-Thema fand sich auf der Tagesordnung für diese Stadtratssitzung: Ein Anwohner am „Heumarkt“ möchte eine auf seinem Grundstück befindliche Scheune teilweise abreißen. Vom Landesamt für Denkmalpflege waren Bedenken gegen den Abriss des Gebäudes geltend gemacht worden, da die Scheune seit mehr als 100 Jahren prägend für das Stadtbild und die Stadtsilhouette sei. Inzwischen hat ein Ortstermin mit dem Anwohner, Vertretern der Behörden und der Stadtverwaltung Wolframs-Eschenbach stattgefunden. Sowohl Landratsamt als auch Landesamt für Denkmalpflege stimmen einem Abriss zu, zumal der Eigentümer beim Ortstermin signalisiert habe, dass der ehemalige Stallbereich und das Wohnhaus in Abstimmung mit der Denkmalpflege instand gesetzt werden, erläuterte das Stadtoberhaupt. Infolge dieses Bescheids stimmte auch der Stadtrat einem Teilabriss der Scheune zu.
Sowohl Bürgermeister als auch Stadtrat würden es allerdings ausdrücklich begrüßen, wenn das Gebäude doch unverändert beibehalten werden könnte. „Wir sollten uns um die historische Dächerlandschaft der Altstadt verstärkt kümmern und die Leute dahingehend ermuntern, die Gebäude so zu erhalten wie sie sind. In den nächsten zehn Jahren sollte sich der Stadtrat verstärkt mit dieser Problematik beschäftigen“, resümierte der 2. Bürgermeister Erwin Seitz zu diesem Thema.
Auf dem Mühlbuck möchte ein Anwohner sein Grundstück an der Westgrenze entlang mit einer etwa zwölf Meter langen und mindestens 1,80 Meter hohen Einfriedungsmauer begrenzen. Diesen Antrag wies der Stadtrat einstimmig ab, da „gemauerte Einfriedungen jeder Art“ gemäß Bebauungsplan unzulässig sind.
Einen anderen Bürgerantrag hingegen wurde stattgegeben: Im Fischbacher Weg wird zwischen Schlegelgasse und der Einmündung in den Fröschlachweg eine Tempo-30-Zone eingerichtet. In diesem Bereich sei das Verkehrsaufkommen stark angestiegen und es werde deutlich zu schnell gefahren, begründete der Anwohner seinen Antrag – und der Stadtrat sieht ebenfalls ein hohes Gefahrenpotential.
Der Trödelmarkt – der Termin für den Marktsonntag liegt normalerweise auf dem Sonntag vor Johanni – wird heuer ausnahmsweise bereits am 7. Juni stattfinden. Der Stadtrat gab einem entsprechenden Antrag des Marktbetreibers statt.







