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Altmühlbote vom 14.03.2009
Flächennutzungsplan auf der Tagesordnung
WOLFRAMS-ESCHENBACH (msr) – Neben der Kanalsanierung in der nördlichen Altstadt sowie der sogenannten Machbarkeitsstudie für das Anwesen Deutschordensstraße 6 ( siehe auch weiteren Bericht) gab es für den Stadtrat noch einige weitere Dinge zu beraten beziehungsweise zu beschließen. Zum Thema „Zweite Änderung des Flächennutzungs- und Landschaftsplanes“ – eine eher formal- juristische Angelegenheit – war Christina Vogelsang, Raum-UmweltPlanerin aus Nürnberg, in der Sitzung zu Gast.
Mit der zweiten Änderung des Flächennutzungsplanes war bereits im Jahr 2003 begonnen worden. Im Rahmen des Verfahrens seien allerdings größere Probleme wegen der dem Flächennutzungsplan zugrunde liegenden „alten Flurkarten“ aufgetreten, hieß es, weshalb der Stadtrat im Jahr 2007 dann beschlossen hat, vor der Weiterführung des Verfahrens erst eine Digitalisierung des Flächennutzungsplanes auf Grundlage der aktuellen Karten vornehmen zu lassen. Diese Digitalisierung ist inzwischen weitgehend abgeschlossen, sodass das Verfahren nun weitergeführt werden kann. Die Raum-Umwelt-Planerin Christina Vogelsang erläuterte den Stadträten die in dieser 2. Änderung neu aufgenommenen Aspekte (zehn Änderungen).
Im bisherigen Verlauf des Verfahrens habe bereits das sogenannte „Scoping“ stattgefunden, ebenso die Bürger- beziehungsweise Behördenbeteiligung. Stadtrat Heinrich Geidner von der „Freie Wähler“-Fraktion regte an, das Gebiet östlich der Reuterner Straße als weiteres Baugebiet aufzunehmen. Vogelsang schlug aber vor, das Verfahren nicht nochmals zu unterbrechen, sondern auf einen Abschluss hinzuarbeiten. Der Stadtrat folgte in seiner Abstimmung dieser Empfehlung, nur Heinrich Geidner stimmte dagegen.
Die Stadt Wolframs-Eschenbach will die Möglichkeit nutzen, im Seenland Werbung für die Wolframstadt zum betreiben. Hierzu können auf vorhandenen Informationstafeln entsprechende Werbetafeln für die Minnesängerstadt für die Dauer von fünf Jahren angebracht werden. Die Kosten dafür belaufen sich bei sechs Werbetafeln auf insgesamt 3100 Euro. Der Stadtrat beschloss einstimmig, vier solcher Hinweistafeln an den großen Infotafeln am Altmühlsee anbringen zu lassen, eine Tafel soll am Brombachsee, eine weitere am Altmühl-Überleiter bei Gern angebracht werden.
Für Konjunkturpaket gemeldet
Für das sogenannte Konjunkturpaket II hat die Stadt WolframsEschenbach inzwischen drei Maßnahmen unverbindlich angemeldet. Dabei handelt es sich um eine energetische Sanierung des Sankt-StillaKindergartens (150000 Euro), um die energetische Sanierung kommunaler Gebäude (70000 Euro) und um den Umbau des Alten Rathauses („Markthalle“). Dieses Projekt wäre der größte „Brocken“, bisher beziffert mit 500000 Euro. Der Stadtrat stimmte der Anmeldung dieser Maßnahmen einstimmig zu.
T-Mobile möchte das UMTS-Netz in Wolframs-Eschenbach erweitern. Anstatt wie von T-Mobile gewünscht in der Brechhausstraße eine entsprechende Vorrichtung anzubringen, hat die Stadt dem Konzern vorgeschlagen, als besser geeigneten Standort das mittlere Windrad am Gotzendorfer Weg ins Auge zu fassen.
Die Entwicklungsgesellschaft „Region Hesselberg“ feiert heuer bereits zehnjähriges Bestehen. Die Feier wird am 17. März um 19 Uhr in der Alten Reithalle Triesdorf stattfinden.
Die Reckenberg-Gruppe hat mitgeteilt, dass ab Montag, 16. März, mit der Erneuerung der Wasserleitung in der Gottfried-von-Straßburg-Straße, der Hartmann-von-der-Aue-Straße und der Thannhäuser-Straße begonnen wird.
Der Mitteilung der Firma Solarparc zufolge wird in den nächsten Tagen mit dem Bau des Photovoltaik- Parks in Biederbach begonnen.
Bürgermeister Dörr wandte sich gegen die FW-Fraktion, die den Informationsfluss im Rathaus kritisiert hatte (wir berichteten). Er zeigte sich enttäuscht, dass diese Beschwerde nicht zunächst an ihn persönlich herangetragen worden war. Zudem wies er darauf hin, dass gar nicht alle Unterlagen immer weitergegeben werden könnten beziehungsweise dürften. Er appellierte an die Mitglieder des Stadtrats, sich im Rahmen einer vertrauensvollen Zusammenarbeit bei Beschwerden künftig erst einmal direkt an ihn beziehungsweise die Mitarbeiter der Stadtverwaltung zu wenden, anstatt sie öffentlich zu machen.





