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Altmühlbote vom 14.03.2009
Pläne für städtisches Anwesen vorgestellt
WOLFRAMS-ESCHENBACH(msr) – Architekturprofessor Johannes Geisenhof aus Weißenburg stellte den Mitgliedern des Wolframs-Eschenbacher Stadtrats jüngst die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie für das Grundstück in der Deutschordensstraße 6 vor, das die Stadt 2008 erworben hat. Die Studie war vor einigen Monaten von der Stadtverwaltung in Auftrag gegeben worden und soll klären helfen, wie weiter vorgegangenwerden kann.
Hinsichtlich des Erhalts von Zuschüssen aus der Städtebauförderung müsse abgeklärt werden, mit welchem Betrag für eine Sanierung zu rechnen sei. Allerdings, schränkte der Fachmann ein, sei nur eine Sanierung des Wohnhauses möglich. Die anderen Gebäude müssten auf jeden Fall abgebrochen und durch Neubauten ersetzt werden. Die Studie schlägt die Errichtung eines „winkelförmigen Baukörpers“ vor, dessen Westflügel mit der Lage des jetzigen Wohnhauses übereinstimmt. Der Südflügel ist mit einem Abstand von zirka 3,30 Meter von der Stadtmauer vorgesehen, wobei die bereits vorhandene Mauer aus dem Jahr 1902 belassen und integriert werden könnte.
Durch das Abrücken von der Stadtmauer hätte das Gebäude von allen Seiten Tageslicht. Zudem könnte der Zugang zum Zwinger im Erdgeschoss durch einen vier Meter breiten Durchgang zwischen beiden Gebäudeflügeln erfolgen, und es wäre so auch wieder ein direkter Zugang zum Bürgerturm möglich. Im Planungsvorschlag sieht das Gebäude 14 Gästezimmer mit einer Netto-Wohnfläche von 420 Quadratmetern vor. Damit sei die Einrichtung als Jugendgästehaus oder Radlerherberge nutzbar – diese Zielgruppen seien auch deshalb geeignet, weil dieser Ortsbereich kaum Platz für Parkplätze bietet. Allerdings, merkte Bürgermeister Michael Dörr dazu an, bräuchte man dann einen Betreiber. Auch die Nutzung als „Haus der Künste“ oder Ähnliches – das war eine anfängliche Idee der Verwendung – wäre gemäß der Studie eine Alternative.
Der Stadtrat stimmte dem vorgeschlagenen Nutzungskonzept zur künftigen Verwendung des Anwesens grundsätzlich zu. Die Studie sowie das weitere Umsetzungsverfahren sollen nun zunächst mit der Städtebauförderungsstelle besprochen werden, ehe in detailliertere Planungen eingetreten werden kann.





