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Altmühlbote vom 12.01.2009
Straßenausbau teurer
Gemeinderat der Wolframstadt stimmt trotzdem für Projekt
WOLFRAMS-ESCHENBACH(msr) – Der Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße von Waizendorf nach Gerbersdorf war ein weiteres Thema, mit dem sich die Wolframs-Eschenbacher Stadträte in der ersten Sitzung des neuen Jahres befassten. Außerdem stand der Bauantrag für einen bereits bestehenden Funkmasten zur Diskussion.
Der Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Waizendorf und Gerbersdorf war als gemeinsames Projekt von Wolframs-Eschenbach und Merkendorf bereits im August 2007 beschlossen worden, wobei die Federführung bei Merkendorf liegen sollte. Eine grobe Kostenschätzung damals war von 46000 Euro ausgegangen. Nach den nunmehr erfolgten Ausschreibungen muss nun allerdings mit erheblich höheren Kosten gerechnet werden, erfuhren die Stadträte. Sie resultieren insbesondere aus einem vom Straßenbauamt geforderten Ausbau der Einmündung in Waizendorf in die Kreisstraße AN58.
Die zu erwartenden Kosten für das 340 Meter lange Teilstück der Straße, für das Wolframs-Eschenbach verantwortlich zeichnet, werden jetzt auf rund 76000 Euro beziffert. Nach Abzug der zugesagten Förderungen würde ein Betrag von rund 30000 Euro verbleiben, den die Stadt WolframsEschenbach letztlich zu tragen hätte. Eine Kostenbeteiligung des Landkreises wird noch geprüft. Der Stadtrat votierte einstimmig für den gemeinsamen Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße, der 2009 erfolgen soll.
Für einen bereits vorhandenen Funkmasten in der Wolframstadt hatte das Landratsamt Ansbach im September 2008 einen Bauantrag gefordert, der nun dem Stadtrat zum Beschluss vorlag. Den Bauantrag hatten zwei Nachbarn des Antragstellers unterschrieben, einer nicht. Seinem Antrag hatte der Betreffende die Kopie eines Urteils des Verwaltungsgerichts Bayreuth beigelegt, in dem die Zulässigkeit eines 18 Meter hohen Funkmastens festgestellt worden war. Bürgermeister Michael Dörr ist jedoch der Meinung, dass dieses Urteil auf die Situation in Wolframs-Eschenbach nicht eins zu eins übertragbar sei, da hier andere Umstände gegeben seien. Das Grundstück mit dem Funkmast liegt nach seinen Worten in einem allgemeinen Wohngebiet, nicht in einem Mischgebiet, wie bei dem Fall in Bayreuth. Der Rathauschef berichtet, dass eine Genehmigung einen Präzedenzfall schaffen würde. Außerdem bestünden grundsätzliche Bedenken hinsichtlich der Zulässigkeit solcher Anlagen in reinen Wohngebieten. Der Stadtrat schloss sich der Meinung des Bürgermeisters an und lehnte den Bauantrag für den Funkmasten einstimmig ab. Schließlich informierte Dörr darüber, dass zurzeit technische Fragen im Zusammenhang mit der anstehenden Kanalsanierung in der nördlichen Altstadt geklärt würden, insbesondere im Hinblick auf ein Überlaufbauwerk. Es ist vorgesehen, das Thema Kanalsanierung in der nächsten Stadtratssitzung mit Ingenieur Sven Zwerner erneut zu behandeln.
Das Wasserwirtschaftsamt Ansbach hat mittlerweile den Zuschuss für den Anschluss der Ortsteile Reutern und Wöltendorf an die Wolframs- Eschenbacher Kläranlage bewilligt. Laut Dörr ist mit einer Förderung von 458000 Euro zu rechnen. Dieser Fördersatz beträgt 70 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten, die den direkten Anschluss der Druckleitung an das Baugebiet Mühlbuck umfassen.





