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Altmühlbote vom 30/31.01.2009
Mehr Museumsbesucher/Schwierige Kanalsanierung
Stadtrat von Wolframs-Eschenbach tagte
WOLFRAMS-ESCHENBACH (msr) – Eine kurze Tagesordnung wartete diesmal auf die Mitglieder des Stadtrats in der Wolframstadt. Der Kindergarten St. Stilla erhält einen Zuschuss in Höhe von 10 Prozent zu einer geplanten Anschaffung eines Spielgeräts und man nahm Kenntnis von der zweiten Änderung des Bebauungsplans „Haidäcker“ der Nachbargemeinde Lichtenau. Daneben gab es einige interessante Bekanntgaben von Bürgermeister Michael Dörr. Erneut Thema war dann noch die Kanalsanierung in der nördlichen Altstadt (Bericht folgt).
Die Leitung des Sankt-Stilla-Kindergartens plant, ein Innenspielgerät, eine sogenannte „Erlebnis-Spielburg“, anzuschaffen. Diese kostet 3450 Euro und die Stadtverwaltung wurde um einen Zuschuss gebeten. Bürgermeister Michael Dörr schlug eine Bezuschussung in Höhe von 10 Prozent vor, was vom Stadtrat einstimmig befürwortet wurde.
Das Wohnbaugebiet „Haidäcker“ in Lichtenau an der Staatsstraße von Ansbach nach Windsbach soll erweitert werden. Im Rahmen der sogenannten Beteiligung der Träger öffentlicher Belange wurde der Stadt WolframsEschenbach ein Entwurf über die zweite Änderung des Bebauungsplans vom zuständigen Planungsbüro übersandt. Der Stadtrat nahm hiervon nun Kenntnis, ohne Einwände zu erheben.
Im Rahmen seiner Bekanntgaben informierte der Bürgermeister, dass laut Industrie- und Handelskammer (IHK) in jeder Kommune ein sogenannter Breitbandpate als offizieller Vertreter für den Ausbau und die Weiterentwicklung des Breitbandnetzes benannt werden soll. Gleichzeitig wurde festgestellt, dass der schnelle Internetzugang DSL im gesamten Stadtbereich WolframsEschenbach wie auch in den Ortsteilen eigentlich überall zur Verfügung steht und bisher auch keine Klagen zum Thema Internetzugang vernommen wurden. Der „Breitbandpate“ sollte eine zum Thema Internet kompetente Person sein, so Bürgermeister Dörr. Spontan bekundete Stadtrat Gerhard Dörr seine Bereitschaft, diese Funktion zu übernehmen, falls sich nicht noch eine andere Person bereit erklärt. Die Besucherzahlen des Wolfram-von-EschenbachMuseums seien 2008 erfreulich um rund 130 auf insgesamt 1603 Personen gestiegen, informierte der Bürgermeister weiter. Infolge dessen sei auch ein Anstieg der Einnahmen zu verzeichnen gewesen, insgesamt 7094 Euro (zum Vergleich: 6524 Euro im Jahr 2007). Zufriedenstellend sei das aber noch nicht und mit den Spitzenzahlen aus der Vergangenheit schon gar nicht zu vergleichen, welche um bis zu 6000 Euro höher gelegen hätten. Deshalb sollen weiterhin Anstrengungen unternommen werden, noch mehr Besucher anzuziehen.
Erfreulich sei auch, dass die Mitgliedsbeiträge an den Bayerischen Gemeindetag unverändert geblieben seien, so Michael Dörr. Wolframs-Eschenbach hat demnach einen Jahresbeitrag von 900 Euro zu leisten.
Einer Mitteilung des Bayerischen Gemeindetags zufolge werden rund 1,5 Milliarden Euro aus dem „Konjunkturpaket II“ für die Kommunen in Bayern zur Verfügung gestellt, war weiter zu erfahren. Diese Mittel würden unter anderem für Einrichtungen der Kinderbetreuung, für die Schulinfrastruktur, den Städtebau, die ländliche Infrastruktur und Ähnliches bereitgestellt, hieß es.
Abschließend beschäftigte sich der Wolframs-Eschenbacher Stadtrat erneut mit dem Thema Kanalsanierung in der nördlichen Altstadt. Es ging um den aktuellen Stand sowie die weitere Planung. Ein separater Bericht hierzu folgt.
Folgebericht im Altmühlbote am 31.01.09:
Kanalsanierung in nördlicher Altstadt ist schwierig
WOLFRAMS-ESCHENBACH(msr) – Die für die Kanalsanierung in der nördlichen Altstadt ins Auge gefasste Lösung, den Mischwasserkanal komplett auszuwechseln und ein sogenanntes Entlastungsbauwerk zu integrieren (wir berichteten), stellte sich inzwischen als unwirtschaftlich heraus.
Aufgrund bestimmter Vorgaben des Wasserwirtschaftsamts müssten noch weitere technische Vorkehrungen getroffen werden, die sehr kostspielig wären. So fasste der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung wieder keinen Beschluss. Stattdessen beauftragte die Stadtverwaltung das mit dem Projekt befasste Ingenieurbüro Zwerner, eine Alternativlösung zu finden.
Die Planungsvariante „Auswechslung des Mischwasserkanals mit Herstellung eines Entlastungsbauwerkes“ sei vom Ingenieurbüro Zwerner mit dem Wasserwirtschaftsamt Ansbach abgeklärt worden, berichtete Bürgermeister Michael Dörr. Demzufolge müsse aufgrund der Lage der örtlichen Einleitstelle vor einem stehenden Gewässer (Schießweiher) eine erhöhte Anforderung an die Wasserreinigung eingehalten werden. Durch die topografische Lage des Regenüberlaufs müsste dann zusätzlich eine Drossel eingebaut werden. Die Summe der zusätzlichen technischen Investitionen würde diese Lösung unwirtschaftlich machen, meint die Stadtverwaltung – die Kosten für das Bauwerk würden laut Zwerner grob geschätzt rund 80000 Euro betragen. Der Stadtrat schloss sich dieser Einschätzung an und so wurde die Beschlussfassung erneut vertagt.
Das Ingenieurbüro wurde gebeten, weitere Vorschläge für eine andere, kostengünstigere Lösung zu erarbeiten, die erneut den Räten vorgestellt werden sollen.





