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Altmühlbote vom 09.01.2009
Zaun für neuen Spielplatz
Der Stadtrat will einen Zaun
Konzept für den neuen Ritterspielplatz kam insgesamt recht gut an
WOLFRAMS-ESCHENBACH(msr) – In der ersten Stadtratssitzung des neuen Jahres war Landschaftsarchitektin Lucia Ermisch vom Landschaftsplanungsbüro Ermisch und Partner zu Gast, um den Stadträten ihr Konzept für den geplanten Ritterspielplatz im Bereich des Eschenbachs jenseits des St.-Stilla-Kindergartens vorzustellen. Die wichtigste Änderung, die die Räte in einer Überarbeitung des Konzepts mit berücksichtigt haben wollen, ist eine Umzäunung des Areals.
Ermisch hatte verschiedene Skizzen und Draufsichten dabei, um ihre Erläuterungen zum Konzept zu verdeutlichen. Der Spielplatz soll viele verschiedene Elemente beinhalten, die Kleinkindern ebenso wie größeren Kindern gerecht werden. Sie sollen sich nach Altersgruppen getrennt beschäftigen können und auch Erwachsene sollen sich nicht langweilen. Einzelne Elemente, die Lucia Ermisch in ihren Entwurf eingearbeitet hat, sind beispielsweise ein weithin sichtbarer Aussichtsturm, eine „mittelalterliche Burganlage“ mit Kletterbrücke, Hopserplatten und Kletterstangen, eine „Dorfanlage“, eine Schmiedehütte, eine Seilbahn mit rund 30 Metern Länge, eine Hängebrücke und – die speziellen örtlichen Gegebenheiten mit dem hindurch verlaufenden Eschenbach lassen das zu beziehungsweise bieten das an – eine Kneippanlage mit Kneippbecken. Zu deren Verwirklichung und auch, um Kleinkindern das Spielen im seichten Wasser zu ermöglichen, müsste der Eschenbach allerdings renaturiert, das heißt in diesem Fall abgeflacht, werden.
Im anschließenden Gespräch wurden einzelne Elemente der Konzeption besprochen. Vom 2. Bürgermeister Erwin Seitz kam die Anregung, dass das Spielplatz-Areal umzäunt sein sollte, was in Ermischs vorgelegtem Entwurf nicht vorgesehen ist. Die Argumente dafür waren aber überzeugend, insbesondere die Fernhaltung von Hunden und Schließmöglichkeit bei Hochwasser. Ermisch sagte, eine heterogene Umzäunung könne leicht auch als Gestaltungsdetail in das Konzept eingearbeitet werden. Sie wies aber darauf hin, dass sich die Ergänzungen natürlich auch auf den Kostenplan auswirken würden. Erwin Seitz regte zudem an, die nicht begehbaren Abschnitte des Eschenbachs sollten durch Holzpalisaden abgeschirmt sein. Wert gelegt wird nicht zuletzt auf kinderwagen- und behindertengerechte Zugänge zu dem Spielplatz, auch von der Altstadt aus.
Das Landschaftsplanungsbüro Ermisch und Partner soll nun die besprochenen Änderungswünsche in das Konzept einarbeiten und eine Feinplanung vorlegen. Vorbehaltlich der Zustimmung des Stadtrats zu dieser Feinplanung und auch vorbehaltlich der Förderzusage durch die Städtebauförderung beschloss das Gremium bei zwei Gegenstimmen, die Planung an Ermisch und Partner zu vergeben.





