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Altmühlbote vom 20.02.2009
Feuerwehrgerätehaus soll erweitert werden
Grundsatzbeschluss des Wolframs-Eschenbacher Stadtrats –Eigenleistung der Brandschützer ist sicher
WOLFRAMS-ESCHENBACH (dre) – Das Feuerwehrhaus in WolframsEschenbach erhält einen Anbau. Diesen Grundsatzbeschluss fasste der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung.
Bereits im Oktober hatte das Gremium das örtliche Büro Obenhofer mit der Planung für die Erweiterung beauftragt. Es geht um eine neue Kfz-Halle und einen Raum für eine Kompaktwaschanlage. Wie Bürgermeister Michael Dörr mitteilte, rechnet er mit Gesamtkosten von rund 230500 Euro (ohne Planung). Vom Freistaat soll es eine pauschale Förderung von zirka 36500 Euro geben, sodass die Stadt tatsächlich 194 000 Euro zu tragen hat. In dieser Kalkulation ist bereits eine Eigenleistung der Feuerwehr mit etwa 14000 Euro enthalten. Dörr ist froh, dass die eigenen Brandschützer mit anpacken wollen, wenngleich sie anders als früher weniger gelernte Handwerker in ihren Reihen haben.
Die Kosten setzen sich wie folgt zusammen: Rohbauarbeiten 66000 Euro, Torarbeiten 7000 Euro, Schlauchwaschanlage 59000 Euro, Fenster 3700 Euro, Abgasabsaugung 11300 Euro, Hochdruckreiniger 4900 Euro, Heizung 18200 Euro, Elektro 4800 Euro, Zimmerer 15300 Euro, Spenglerei 3 800 Euro, Fliesenarbeiten 22 700, Estrich 4200 Euro, Putzarbeiten 15300 Euro.
Beim Punkt Ölabscheider entschied sich der Stadtrat für einen Neubau, weil dieser viel wirtschaftlicher als eine Sanierung erscheint. Es ist mit etwa 10000 Euro zu rechnen. Die Wartung des Geräts muss dann erst nach 20 Jahren erstmals erfolgen.
Die Verwaltung hatte vorab Angebote eingeholt. Auf dieser Grundlage ist leichter zu klären, was die FFW an Eigenleistung erbringen kann. Das Projekt muss jetzt ganz normal vorbereitet werden. Dazu gehört die öffentliche Ausschreibung.
Die Kanalsanierung in der nördlichen Altstadt hat die gewählten Vertreter schon mehrmals beschäftigt. Der Bürgermeister bezeichnet die baulichen Umstände als „sehr schwierig“. Der Kanal ist stellenweise kaputt. Der Rathauschef will eine Lösung erreichen, die als wirtschaftlich günstig bezeichnet werden kann („es geht um viel Geld“) und die von einer breiten Mehrheit im Stadtrat getragen wird. Ein Ingenieurbüro war bereits 2006 vom damaligen Stadtrat beauftragt worden. Die entscheidende Frage ist, ob der Neubau eines zusätzlichen reinen Regenwasserkanals notwendig ist. Dann wäre eine getrennte Entsorgung gegeben (Regenkanal und Abwasserkanal).
Die Überlegungen gehen nun dahin, einen Kanalneubau auf der gesamten Länge der Färbergasse zu realisieren. In den schmalen Altstadtgassen soll der Kanal dort, wo er angegriffen ist, mit Hilfe des relativ aufwendigen Inliner-Verfahrens erneuert werden. Das wäre trotzdem günstiger als ein Aufreißen der engen Gassen. Das Ingenieurbüro Zwerner (Wolframs-Eschenbach) soll jetzt die Kosten errechnen und das Gesamtkonzept in der nächsten Stadtratssitzung vorstellen.
Wie üblich musste der Stadtrat die verkaufsoffenen Sonn- und Feiertage festlegen. Auf der Liste stehen folgende Markttage: Gewerbeschau am 17. Mai, Altstadtfest am 12. Juli, Kirchweih am 16. August, Herbstmarkt am 27. September (jeweils sonntags).
Die Erd- und Bauschuttdeponie soll noch lange betrieben werden, so die einhellige Meinung der Stadträte. Dazu muss sich die Stadt mit Landratsamt und Wasserwirtschaftsamt über das weitere Vorgehen verständigen. Das Landratsamt hat für den Weiterbetrieb eine Basisabdichtung gefordert. Dies geschieht mit Lehm. Es werden rund 1000 Kubikmeter eingebaut. Dieses Material kostet 7500 Euro. Der Einbau muss extra bezahlt werden. Hinzu kommt ein geologisches Gesamtgutachten. Den Auftrag in Höhe von 3550 Euro für das Gutachten ging an die Firma Geotechnik in Herrieden.
Der Gehweg in der Nördlichen Ringstraße weist wegen einer Engstelle eine etwa 90 Meter lange Lücke auf. Diese Situation erscheint problematisch, ja sogar gefährlich, wenn man etwa an die Kinder denkt, die in der dunklen Jahreszeit zur Bushaltestelle gehen oder von dort kommen. Die Lücke wird in diesem Frühjahr geschlossen, so der Beschluss. Vor der Umsetzung will sich der Bauausschuss vor Ort kundig machen.
Ein städtisches Grundstück oberhalb der Utzenmühle Richtung Windsbach weist starke Vernässungen auf. Ein Landwirt hat deshalb Schwierigkeiten, das von ihm gepachtete Areal zu bewirtschaften. Abhilfe müssen die Stadtwerke Ansbach bewirken, denn sie sind Verursacher. Die dortigen Quellen sind seit Jahrzehnten erschlossen, werden aber nicht genutzt. Die Stadtwerke sind kooperativ, sie wollen das Wasser in den Eschenbach ableiten, berichtete der Bürgermeister.
Dem Stadtrat lag eine Bauvoranfrage eines Landwirts vor. Dieser hat vor, eine große Maschinenhalle zur Lagerung von Hackschnitzeln zu errichten. Die Stadt ist einverstanden. Das Landratsamt hat das letzte Wort und hat mündlich bereits Zustimmung signalisiert.





