| Mit Anbindung an das Kloster Wolframs-Eschenbachs Stadtpfarrer Josef Fersch in Ruhestand verabschiedet WOLFRAMS-ESCHENBACH(msr) – Nach acht Jahren Dienst als Pfarrer der Münsterpfarrei Sankt Mariä Himmelfahrt ist Josef Fersch mit einem Festgottesdienst in den Ruhestand verabschiedet worden. Der Geistliche hat die Wolframstadt im September verlassen und verbringt seinen Ruhestand nun in Plankstetten in der Nähe des dortigen Benediktinerklosters. Gleich zu Beginn grüßten Kinder aus dem Kindergarten Sankt Stilla und wünschten Fersch Gottes Segen für die Zukunft. „Wir sind in diesen Jahren einen gemeinsamen Weg gegangen, und ich bedanke mich für alle Unterstützung, die ich in dieser Zeit bekommen habe“, sagte der Geistliche in seiner Predigt. Bei dieser gottesdienstlichen Feier, wie bei jeder heiligen Messe, gehe es nicht um eine Einzelperson. Im Mittelpunkt stehe vielmehr immer Jesus Christus, der der gemeinsame Lehrer im Glauben sei. So komme es bei einer Rückschau auch immer darauf an, wie gut es gelungen sei, die Beziehung zu Jesus zu vertiefen, betonte der scheidende Münsterpfarrer. „Gerade die Adventszeit lehrt uns: Nur wenn wir vom Licht Gottes erfüllt sind, können wir die menschlichen Dunkelheiten auch in unserer Umgebung heller machen.“ Nach der Messe brachten die Repräsentanten der politischen Gemeinden Wolframs-Eschenbach und Merkendorf sowie Vertreter der Pfarrgemeinde bei einem Empfang im Bürgersaal ihren Dank zum Ausdruck. Bürgermeister Michael Dörr aus Wolframs-Eschenbach und Merkendorfs stellvertretender Bürgermeister Herbert Argmann lobten die gute und unkomplizierte Zusammenarbeit zwischen Kirche und Stadtverwaltungen. Dörr überraschte Fersch mit der Verleihung der Bürgermedaille in Silber für seine Verdienste um die Stadt Wolframs-Eschenbach. Für die evangelische Nachbargemeinde Merkendorf überbrachte Diakon Heinrich Förthner die besten Grüße auch im Namen von Stadtpfarrer Detlef Meyer. Die ökumenischen Kontakte seien in den vergangenen Jahren in kleinen Schritten zu einer vertrauensvollen und intensiven Zusammenarbeit gewachsen, die Mut für Wege in die Zukunft mache. Er wünsche ihm, ganz wie es der Prophet Elia erfahren durfte, viele motivierende und tragende Engel für die neuen Aufgaben, sagte Förthner. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Josef Engelhardt und Kirchenpflegerin Christine Obenhofer überreichten ein Album mit Grüßen und Wünschen aus allen Bereichen und von allen Gruppierungen der Pfarrei. Otto Rieber aus Aurach dankte Pfarrer Fersch im Namen des Katholischen Landvolkes für die Tätigkeit als Kreispräses. In seinen Schlussworten bedankte sich Josef Fersch nochmals für alle Begegnungen, in denen die Gemeinschaft der vergangenen acht Jahre spürbar geworden seien. Er gehe mit Zuversicht nach Plankstetten, wo er ganz in der Nähe des Klosters eine Wohnung genommen habe. Gerade die enge Anbindung an die Klostergemeinschaft sei wie die „tragenden Engel“, von denen Diakon Förthner gesprochen habe. In den umliegenden Gemeinden sei er auch als Ruheständler für Gottesdienste gefragt, habe aber jetzt doch die Freiheit auch für persönliche Interessen. Seinerseits überraschte Fersch den Wolframs-Eschenbacher Bürgermeister mit der Übergabe einer Spende für die geplante Errichtung der neuen Georgsstatue am ehemaligen Waagplatz (wir berichteten). Anstelle einer Kollekte hatte Fersch die Mitfeiernden seines Abschiedsgottesdiensts um eine Gabe für dieses Anliegen gebeten. |