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Altmühlbote vom 03.12.2008
„Schulleitung aus dem Stand“
Dr. Christian Hruschka ist neuer Rektor der Volksschule Wolframs-Eschenbach
WOLFRAMS-ESCHENBACH(msr) – Flexibel, beherzt, professionell und insbesondere außergewöhnlich einsatzfreudig – so charakterisierten die Redner Dr. Christian Hruschka, den neuen Leiter der Volksschule Wolframs- Eschenbach im Rahmen seiner Amtseinführungsfeier. Die Leitende Schulamtsdirektorin aus Ansbach, Hildegund Rüger, der CSU-Landtagsabgeordnete Gerhard Wägemann und Hruschkas ehemaliger Lehrer an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen- Nürnberg, Professor Dr. Max Liedtke, waren von außerhalb gekommen. Konrektor Wilfried Jung, der Elternbeirat, Bürgermeister Michael Dörr als Schulverbandsvorsitzender, Stadtpfarrer Josef Fersch und der Personalratsvorsitzende Reinhold Meier steuerten weitere Grußworte bei. Abschließender Redner des Abends war Hruschka selbst.
„Fleiß, Ordnung, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit – zu diesem Wertekodex müssen wir wieder hin“und „Dass Schule einerseits Spaß macht und auf der anderen Seite Wissen und Werte vermittelt, ist kein Gegensatz, sondern gut miteinander zu kombinieren“, waren Kernaussagen des neuen Schulleiters. Für ihn schließe sich mit der Rückkehr nach Wolframs-Eschenbach ein Kreis, so Hruschka. Ihn verbinden viele Kindheitserinnerungen mit der Wolframstadt, obwohl er damals eigentlich in Lichtenau gewohnt hat, doch nach Wolframs-Eschenbach in den Kindergarten gegangen ist.
Nachdem er einige Jahre an der Teilhauptschule Burgoberbach als Konrektor tätig war, dann ein Jahr an der Herriedener Volksschule zubrachte und zum Schuljahresbeginn 2008/09 bereits seinen Dienst als Konrektor an der Friedrich-Güll-Schule in Ansbach aufgenommen hatte, wurde Hruschka vom Ansbacher Schulamt an die Volksschule Wolframs-Eschenbach berufen, um möglichst schnell den wegen Krankheit ausgefallenen Werner Frank zu ersetzen, der das Amt kurz nach Schuljahresbeginn wieder niederlegte. „Im Schulamt waren wir uns einig, dass Dr. Hruschka die Schulleitung aus dem Stand wird übernehmen können“, so die Leitende Schulamtsdirektorin Hildegund Rüger in ihrer Ansprache. Sie bescheinigte Hruschka Einsatzfreude und das Geschick, auch schwierige Situationen gut zu meistern. „Er mag es kurz und bündig, klar und verständlich, und er stellt sich allen Aufgaben beherzt“, lobte sie.
„Er strotzt vor Elan und Tatkraft“, befand Hruschkas eigener Lehrer aus den 1990er-Jahren, Professor Dr. Max Liedtke. Bei ihm hatte der Pädagoge damals Studium und Promotionsstudium an der Friedrich-AlexanderUniversität Erlangen Nürnberg absolviert. Hruschka sei ungeheuer fleißig; promoviert habe er nebenbei, erzählte der Professor aus der damaligen Zeit. „Ich wage die Prognose, dass Christian Hruschka ein prächtiger Pädagoge ist und auch immer bleiben wird. Ich beglückwünsche Sie in Wolframs- Eschenbach als Schulleiter“, sagte der Hochschullehrer unverblümt. „ Ich hoffe, dass wir zusammen etwas aufbauen können und habe Dich schon als jemanden kennen gelernt, der die Ärmel hochkrempelt. So jemanden brauchen wir für den Kampf um den Erhalt der Hauptschule“, sagte Bürgermeister Michael Dörr. In dieser Zeit sei es wichtig, dass lokale Wirtschaft, Schule und Verwaltung eng zusammenarbeiten. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung ist die Einstellung eines Berufsfindungsbegleiters, der ab dem zweiten Schulhalbjahr seinen kombinierten Dienst an den Volksschulen in WolframsEschenbach und Windsbach aufnehmen wird (wir berichteten).
Das Thema Hauptschulerhaltung war auch ein wichtiger Aspekt in Gerhard Wägemanns Grußwort. Der Abgeordnete ist Mitglied im Ausschuss für Jugend, Bildung und Sport im Bayerischen Landtag. „Die Hauptschulen sind mir ein großes Anliegen, denn wir brauchen wohnortnahe Schulen für unsere Kinder“, so Wägemann. Die Bildungspolitik sei die Sozialpolitik des 21. Jahrhunderts, fügte er hinzu.
Alles Gute für das Amt des Schulleiters wünschten Münsterpfarrer Josef Fersch und Personalratsvorsitzender Reinhold Meier. Kirche und Schule hätten eine breite gemeinsame Plattform, um jungen Menschen nicht nur Wissen, sondern Weisheit und Werte zu vermitteln und vorzuleben, so Pfarrer Fersch. Meier sagte, an der Schule sei man gespannt, was „der Neue“ anders mache, die Erwartungshaltung sei groß.
Doch Hruschka scheint in den wenigen Wochen seines bisherigen Dienstes seine Hauptklientel bereits überzeugt zu haben: Schüler verschiedener Klassen, von den Kleinsten bis zu den Größten, bereicherten das Festprogramm mit Liedern, Gedichten und Tänzen. „Wir feiern heut‘ ein Fest, bei uns ist heut‘ was los: Wir sind wieder komplett, wir haben einen Boss!“, hieß es da und es klang keineswegs einstudiert, sondern fröhlich und begeistert. „Ihr Schüler seid unsere größten Multiplikatoren und Öffentlichkeitsarbeiter,“ gab Hruschka den Ball zurück. „Wir haben hier hervorragende Rahmenbedingungen. Wenn wir das Beste daraus machen, möchte ich den Hauptschüler sehen, der freiwillig in eine andere Schule gehen will.“ Die Schule hat ihren neuen „Lotsen“, wie Konrektor Wilfried Jung sagte, und Lehrerkollegium und Elternbeirat freuen sich auf gute Zusammenarbeit. „Wenn wir alle an einem Strang ziehen, können wir viel erreichen“, hieß es.





