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Stammtische

Herzliche Einladung an alle an der Kommunalpolitik interessierten Bürger zum Stammtisch der FW W.-E. Wann? Jeden ersten Mittwoch im Monat. Wo?  Beim Antonio.

Nächster Stammtisch, Mittwoch, 6. Juni 2012 um 20 Uhr.

 

Vorschau:

Grillfest für alle Mitglieder am Samstag, 28. Juli  2012 im Garten von Gerhard Dörr. Gesonderte Einladung erfolgt noch.

 

Ferienprogramm 2012: Wir fahren heuer zum ersten Heimspiel des Club. Der genaue Termin wird noch bekannt ge- geben, sobald der Bundesligaterminkalender steht.

 

Bremserfest am Samstag, 22. September 2012 im Gewölbekeller des Rathauses.


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Altmühlbote vom 02.12.2008

Priester, Dichter und Wissenschaftler

Sonderausstellung zum 100. Geburtstag Friedrich Dörrs in Wolframs-Eschenbach

WOLFRAMS-ESCHENBACH(msr) – Mit einer Sonderausstellung anläss­lich seines 100. Geburtstags ehrt die Minnesängerstadt einen ihrer großen Söhne. „Professor Dr. Dr. Friedrich Dörr – Priester, Dichter, Wissen­schaftler“, so hat der Heimatverein die Ausstellung betitelt, die nun in den Sonderausstellungsräumen des Museums Wolfram von Eschenbach eröffnet wurde. Sie wird bis April nächsten Jahres zu besichtigen sein. Oskar Geidner, Vorsitzender des Hei­matvereins, freute sich, anlässlich der Eröffnung viele Ehrengäste begrüßen zu können, darunter auch viele Ver­wandte des Professors aus den Fami­lien seiner Nichten und Neffen.

  Die Ausstellung beleuchtet in zehn Rubriken Leben, Laufbahn, Werk und insbesondere auch die Heimatverbun­denheit und Liebe zu Wolframs­Eschenbach, die sich der Theologie­und Philosophieprofessor Dr. Dr. Friedrich Dörr ein Leben lang be­wahrt hat. Seine Kindheit in der Wolf­ramstadt prägte den „Beckn-Fritz“, wie er liebe- aber auch respektvoll ge­nannt wurde, lebenslang. Hier er­blickte er am 7. März 1908 das Licht der Welt. Schon früh spürte er die Be­rufung ins Priesteramt und auch seine „Dichterader“ hat er schon in der Kindheit entdeckt.
  Er verließ seine Heimatstadt, um Priester zu werden und in Rom Philo­sophie und Theologie zu studieren. 1930 promovierte er an der päpstli­chen Universität Gregoriana zum „Dr. phil“. Nach der Priesterweihe 1933, ebenfalls in Rom, schrieb er 1935 auch noch eine theologische Doktorarbeit. Von Rom aus bat er seine Eltern wie­derholt, sie möchten ihm doch Post­karten und dergleichen von Wolframs­Eschenbach zusenden, denn er ver­misste seinen Heimatort sehr. Nach dem Studium kehrte er in die Diözese Eichstätt zurück und war dort Seel­sorger. Im Krieg war er zunächst Sa­nitätssoldat, dann Kriegspfarrer. Er hätte die Möglichkeit gehabt, dem Krieg durch Seelsorgetätigkeit in einem Kloster zu entgehen, was er aber ablehnte. So leicht wollte er es sich nicht machen und er wollte auch die Menschen, denen er zur Seite stand, nicht im Stich lassen.

  Nach Kriegsende kehrte Dörr nach Eichstätt zurück und wurde Professor für Systematische Philosophie und Pädagogik an der Philosophisch-Theo­logischen Hochschule. Von 1964 bis 1968 war er Rektor dieser Einrichtung. Von 1966 bis 1975 arbeitete der Profes­sor in der Liedkommission des „Got­teslob“ mit und verfasste dafür eigene Lieder und Hymnen. Bis heute sind im Stammteil des „Gotteslob“ 14 und im Eigenteil der Diözese Eichstätt gar 42 Lieder und Hymnen aus Professor Dörrs Feder zu finden, ja einige seiner Lieder fanden sogar Eingang in das Evangelische Kirchengesangbuch.
  Bis heute in Wolframs-Eschenbach sehr bekannt und beliebt sind die „Münsterhymne“ (über das Liebfrau­enmünster) und das „Sebastianslied“ (der Heilige Sebastian ist der Schutz­patron der Stadt). Neben diesen un­zähligen Liedern und Hymnen, die an sich ein bemerkenswertes Werk dar­stellen, umfasst Professor Dörrs Le­benswerk aber auch wissenschaftliche Aufsätze, Schriften und Bücher. 1963 hat er das Buch „Johannes XXIII.“ ins Deutsche übersetzt und um zwei Ka­pitel ergänzt. Außerdem hat er im wahrsten Wortsinn sein Leben lang, von früher Kindheit bis ins hohe Alter, Gedichte über alles Mögliche ver­fasst.
  Bereits zu seinen Lebzeiten erhielt Professor Dr. Dr. Friedrich Dörr zahl­reiche Auszeichnungen, Urkunden und Ehrungen, unter anderem war er Träger des „Verdienstkreuzes am Ban­de“. Er verstarb am 13. Mai 1993 in Eichstätt, wo er über drei Jahrzehnte lang gewirkt hatte.
  Zu den Themenkreisen Kindheit, Studium in Rom, Seelsorge in der Diö­zese Eichstätt, Militärdienst, Tätigkeit an der Eichstätter Hochschule, Urkun­den/ Ehrungen/Auszeichnungen, Werke wissenschaftlicher Art, Kir­chenlieder, Kirchenlieder auf einzelne Heilige und Selige und Gedichte sind in der Sonderausstellung jede Menge papierne Exponate der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Ausstellung ist samstags und sonntags jeweils von 13 bis 16 Uhr geöffnet und wird bis April 2009 andauern.