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Altmühlbote vom 09.12.2008
Vom Stadtbild sehr beeindruckt
Die neue Münchner US-Konsulin Kathryn Crockart besuchte Wolframs-Eschenbach
WOLFRAMS-ESCHENBACH(msr) – Hohen Besuch aus München konnte Bürgermeister Michael Dörr empfangen: Die neue US-Konsulin für öffentliche Angelegenheiten, Kathryn Crockart besuchte die Wolframstadt. Crockart hat ihren Dienst als Konsulin in München im August dieses Jahres angetreten, wird voraussichtlich für drei Jahre bleiben und spricht sehr gut deutsch.
Die Konsulin kam in Begleitung von Dr. Nina Gartz, die als Assistentin für kulturelle Angelegenheiten im USGeneralkonsulat tätig ist, und Norman Blevins, Präsident der DeutschAmerikanischen Gesellschaft Westmittelfranken. Es war nach eigenen Worten Crockarts erster Besuch in Mittelfranken.
Zunächst erhielt sie eine Führung durch die historische Altstadt Wolframs- Eschenbachs und zeigte sich beeindruckt von dem mittelalterlichen Stadtbild. Dörr wies auf die schon seit langer Zeit freundschaftliche Verbindung und den vergleichsweise hohen Anteil von amerikanischen Mitbürgern in Wolframs-Eschenbach, die gut integriert sind, hin. Derzeit besuchen acht amerikanischeKinder den SanktStilla-Kindergarten. Wie etliche Nachbargemeinden ist WolframsEschenbach Mitglied in der DeutschAmerikanischen Gesellschaft.
Im Rahmen eines Pressegesprächs kamen die Wirtschaftsverbindungen beider Staaten kurz zur Sprache. Crockart erwähnte, die US Army sei der drittgrößte Arbeitgeber in Bayern (nach BMW und Siemens). Darüber hinaus seien die USA der wichtigste Exportpartner für die bayerische Wirtschaft und gleichzeitig der zweitgrößte Importpartner. Mit Blick auf Gesamtdeutschland hätten die Vereinigten Staaten ihre Investitionen seit dem Fall der Mauer vervierfacht.
2007 haben, erläuterte Crockart, rund 1,4 Millionen Amerikaner Bayern besucht. Mit Oktoberfest, Königsschlössern, den Alpen und „Lederhosen“ ist der Freistaat für Amerikaner die Hauptattraktion unter den deutschen Reisezielen.
Für Reisende in die Gegenrichtung, also Deutsche, die in die USA reisen wollen, machte die Konsulin auf eine wichtige Neuregelung aufmerksam. Die grüne Einreisekarte beim visumsfreien Besuch der Staaten, die bisher immer im Flugzeug vor der Landung auf amerikanischem Boden hatte ausgefüllt werden müssen, ist ersetzt worden durch ein Online-Formular, welches von der „ESTA-Website“ (https:// esta.cbp.dhs.gov/) heruntergeladen werden kann. Ab Montag, 12. Januar, wird diese elektronische Reisegenehmigung vor Antritt einer Reise Pflicht für alle USA-Fahrer aus Ländern, die am Programm für visumsfreies Reisen teilnehmen.
Crockarts Rat an die Reisenden lautet, diesen Antrag möglichst früh zu stellen. Die Reisegenehmigung ist dann bis zu zwei Jahre oder bis zum Ablauf des Reisepasses gültig, je nachdem, welches Ereignis früher eintritt. Sie gilt normalerweise für mehrere Einreisen. Die Konsulin ermunterte dazu, bei allen Fragen rund um das Thema deutsch-amerikanische Partnerschaft und Formalitäten für USAReisen das US-Generalkonsulat in München anzusprechen.
Der Antritt der neuen US-Regierung mit Barack Obama als Präsident an der Spitze wird keinen direkten Einfluss auf die Wirtschafts- und Sozialbeziehungen zwischen den USA und Deutschland haben, meint die Konsulin. Die Beziehungen seien stabil und auf so breiter Basis gewachsen, dass sie unabhängig von den jeweiligen Regierungen lebendig sind.
Im Anschluss an den dreistündigen Aufenthalt in der Wolframstadt reiste Konsulin Kathryn Crockart mit ihren Begleitern weiter nach Ansbach und Rothenburg ob der Tauber.






